Meinungen zu Winnenden
Auf nahezu jedem Blog in meinem Reader ist in den letzten Tagen ein Beitrag erschienen, der sich in irgendeiner Weise mit dem jüngsten Amoklauf in Winnenden beschäftigt. Ich kann möchte kann hier kein Urteil fällen über die Gründe der Tat, sondern nur ein paar Texte präsentieren die ich sehr interessant finde.
Über die Rollen der Medien in der Berichterstattung nach dem Amoklauf hat René von Nerdcore.de hier drei Texte aufgezählt, die sich sehr kritisch mit der Thematik auseinandersetzen.
Gewalthaltige Videospiele werden hier von “Don Alphonso” von der F.A.Z. kommentiert. Gerade die Kommentare unter dem Eintrag sind sehr interessant und bestätigen mich als passionierten Computerspieler zu großen Teilen in meiner Meinung. Schönen Sonntag noch usw.
Ergänzung:
Auf einen der besten Texte, die sich mit der wiederentflammten “Killerspiel-Debatte” beschäftigen bin ich eben über den Blog des guten alten Stevinho gestoßen. Es handelt sich um einen Artikel, der vor kurzem auf ZEIT Online veröffentlich wurde und ziemlich genau meine Meinung zu Thematik zu Ausdruck bringt. Hier geht es zum Artikel, außerdem ein kleiner Ausschnitt:
Die Verbots-Aktionisten ignorieren auch, dass gesetzliche Kennzeichnungsregeln Jugendliche bereits vor persönlichkeits- deformierender Gewalt in Computer- und Konsolenspielen schützen. Händler und Hersteller sind an klare Auflagen gebunden. Praktisch unkontrollierbar sind nur die private Weitergabe von Software oder Spiele aus dem Netz [...]
Ob solche Spiele aggressiver und das Gewaltpotenzial außerhalb der virtuellen Welt erhöhen, haben Fachleute in unzähligen Studien untersucht, nicht immer frei von Ideologie. Demnach gilt als sicher: Gewalthaltige Computerspiele steigern aggressives Verhalten – allerdings nur bis in die ersten Minuten nach dem Spiel. Ein ähnlicher Effekt ist, sogar stärker, bei Betrachtern von Gewaltdarstellungen in einem Film zu beobachten [...]
Konservative aus Bayern und Baden-Württemberg, die jetzt ein Killerspiel-Verbot fordern, wollen sich wohl eher Ärger mit der Sportschützenlobby ersparen, die ihre Privilegien in Gefahr sieht. Mit Sicherheit verhindern sie so die notwendige Diskussion darüber, wie wir Jugendliche mit Gewalt konfrontieren. Wer den 16-jährigen Steppke trotz Altersschranke Grand Theft Auto spielen lässt, verletzt seine Aufsichtspflicht.